Wie jede Software sollte auch WordPress regelmäßig upgedated werden. Wie Sie das richtig machen erklären wir in diesem Beitrag.

Warum sollte man WordPress updaten?

Keine Software ist fehlerfrei, auch wenn das manche Softwarehersteller behaupten. Immer wieder werden Bugs gefunden, aber auch Sicherheitslücken. Und letztere können dann ausgenutzt werden um die Website zu hacken, Schadcode darauf zu platzieren oder Spam darüber zu versenden. Das kann unangenehm und im schlimmsten Fall sogar teuer werden, denn als Webseitenbetreiber ist man dafür verantwortlich, auch wenn die Seite gehackt wurde.

Alles das lässt sich verhindern wenn WordPress am aktuellen Stand gehalten werden, also regelmäßig die aktuellsten Updates eingespielt werden. Natürlich sollten auch alle installierten Plugins sowie das verwendete Theme aktuell sein.
Positiver Nebeneffekt: neben der Absicherung gegen Hackerangriffe kommen mit Updates laufend auch neue Funktionalitäten dazu die das Arbeiten mit WordPress einfacher machen.

So führen Sie WordPress Updates richtig durch

  1. Erstellen Sie ein Backup vor jedem Update. Nur so können Sie im schlimmsten Fall (wenn die Seite oder Teile davon nach dem Update nicht mehr funktionieren) auf die alte Version zurücksetzen.
    Backups können Sie entweder direkt am Webserver erstellen indem Sie alle WordPress-Dateien (außer dem Ordner “wp-content”) über FTP auf Ihren Rechner downloaden, und dazu über Phpmyadmin einen Dump der Datenbank erstellen.
    Eleganter und einfacher geht es aber mit Backup Plugins wie Updraft Plus oder Duplicator.  Womit Sie letztendlich die Backups machen bleibt Ihnen überlassen, wichtig ist nur dass Sie ein Backup machen. Und zwar unbedingt vor JEDEM Update.
  2. Nun können Sie im Backend auf “Update durchführen” klicken. WordPress versetzt Ihre Website dabei automatisch in den Wartungsmodus, lädt im Hintergrund die Aktualisierungsdateien herunter und führt das Update durch. In der Regel sollte das innerhalb weniger Augenblicke beendet sein und die Website danach wieder korrekt funktionieren.
  3. Überprüfen Sie nun auch ob es Updates für die verwendeten Plugins gibt. Auf der Pluginseite wird bei jedem Plugin angezeigt ob ein Update vorhanden ist. Wichtig dabei: bevor Sie das Plugin updaten immer auf “Details ansehen” klicken. Dort wird angezeigt ob diese Version mit der verwendeten WordPress Version kompatibel ist bzw. damit getestet wurde. Wenn das nicht der Fall ist sollten Sie zur Sicherheit noch warten bis Sie dieses Plugin updaten.
    Wenn das Plugin aber mit der verwendeten WordPress Version getestet wurde und kompatibel ist können Sie problemlos updaten.
  4. Nachdem Sie WordPress selbst und die verwendeten Plugins nun upgedatet haben sollten Sie im Frontend und Backend überprüfen ob die Seite korrekt funktioniert.
  5. Wenn kein eigenes WordPress Theme verwenden sondern eines bei einem Themeanbieter erworben haben (egal ob kostenpflichtig oder kostenlos) dann müssen Sie auch dieses Theme updaten. Dazu im Backend auf “Design => Themes” klicken. Bei allen installierten Themes wird dort angezeigt ob es Updates gibt. Ist dies der Fall dann bitte auch unbedingt die Themes updaten, und zwar alle installierten, auch die die nicht verwendet werden. Denn auch deaktivierte (aber installierte Themes) können durch Sicherheitslücken Angriffspunkte für Hacker sein.
    Unser Tipp: wenn Sie ein Theme nicht benötigen dann sollten Sie dieses daher deinstallieren.

Was macht man wenn nach dem Update die Website nicht mehr korrekt funktioniert?

Das kommt zwar nicht häufig vor, manchmal gibt es aber Probleme mit Plugins, WordPress selbst oder Themes wenn man Updates durchführt. Wenn nur einige Funktionen (von nicht besonders wichtigen Plugins) nicht mehr funktionieren dann kann man versuchen die Plugins zu deinstallieren und neu zu installieren. Manchmal hilft das bereits. Natürlich muss man dabei immer abwägen wie aufwendig die Neukonfiguration der Plugins ist.

Im Zweifelsfall oder wenn gröbere Probleme auftreten hilft nur das im 1. Schritt erstellte Backup einzuspielen und die Website auf den Ursprungszustand zurückzusetzen. Dann muss man auf Fehlersuche gehen. Fehlerquellen gibt es viele, das können bestimmte Plugins sein, nicht mehr kompatible Servereinstellungen (zum Beispiel veraltete Php-Version, siehe dazu auch unseren Beitrag über das Auslaufen von Php 5.6.) oder auch Inkompatibilitäten zwischen WordPress und einem bestimmten Theme.
Hier lassen sich keine allgemeinen Handlungsempfehlungen mehr geben, jedes Problem bedarf einer individuellen Problemsuche und Fehlerbehebung. Wenn man selbst kein Profiprogrammierer ist sollte man in diesem Fall eine WordPress Agentur zu Rate ziehen.

Fazit

Das Updaten von WordPress ist wichtig, kann aber in der Regel sehr einfach vom Seitenbetreiber selbst durchgeführt werden. Dabei sollten aber unbedingt die angeführten Punkte beachtet werden, vor allem die Backups vor dem Updaten müssen unbedingt erstellt werden. Nur so kann im Fehlerfall sofort und problemlos auf eine funktionierende Version der Website zurückgestellt werden um danach in Ruhe den Fehler für das Fehlschlagen des Updates zu suchen.
Gerne unterstützen unsere WordPress-Spezialisten Sie bei aufwändigeren Updates, zum Beispiel in Wien oder ganz Österreich, kontaktieren Sie uns einfach bei Interesse.