Php zählt zu den populärsten Internet-Programmiersprachen, zahlreiche bekannte Anwendungen und Content-Management-Systeme laufen darauf (z.B.: WordPress, Typo3, Shopware, Joomla, Magento usw.). Der technische Support für 5..x-Versionen von Php endet aber demnächst, bis zur Version 5.5. gibt es schon jetzt keinerlei Funktions- oder Sicherheitsupdates, am 1.1.2019 gibt es diese aber auch nicht mehr für Version 5.6. Und das könnte für sehr viele Webseiten ein Problem werden, denn wenn man dafür nicht vorsorgt werden viele Webseiten dann nicht mehr funktionieren.

Php 5 immer noch weitverbreitet

Tatsache ist: Php 5.x. ist immer noch sehr weit verbreitet. Wie eine Auswertung von W3Tech ergab, nutzen weltweit rund 78% aller Webseiten Php, 61% aller weltweiten Websites laufen dabei noch auf einer Version von Php 5. Das bedeutet: der Großteil der auf Php-basierten Webseiten wurde noch nicht auf Php 7 umgestellt.

Ende von Php 5.6. – die Auswirkungen

Wenn die Unterstützung von Php 5.6. per 1.1.2019 endet, dann wird es keine weiteren Updates für diese oder ältere Versionen mehr geben. Keine funktionalen Updates, und vor allem auch keine Sicherheitsupdates. Sollten also Bugs oder Sicherheitslücken auftauchen, so werden diese nicht mehr korrigiert.
Da aber keine Software fehlerfrei ist ist davon auszugehen, dass Php 5 weitere Bugs und Sicherheitslücken beinhaltet. Und diese werden mit der Zeit auftauchen bzw. entdeckt werden, damit wird Php 5 immer mehr zum Sicherheitsrisiko werden.

Die Hostingprovider werden also sehr rasch Php 5 auf ihren Servern deaktivieren. Bei allen bekannten größeren Internetprovidern ist diese Umstellung schon im Gange oder wurde für die nächsten Wochen angekündigt, Anfang 2019 werden dann auch die kleineren Provider folgen. Aber auch wenn Sie Ihren eigenen Server betreiben sollten Sie bald umstellen, denn Sicherheitslücken werden von Hackern meist schnell ausgenutzt. Und das kann für Unternehmensseiten und Shops hohe Umsatzausfällle bedeuten wenn die Website dadurch offline ist – und im schlimmsten Fall sogar Schadenersatzforderungen im Falle von Hackerangriffen nach sich ziehen.

Das Problem ist, dass ein großer Teil der derzeit noch auf Php 5 laufenden Webseiten nicht mit Php 7 (Nachfolger von Php 5) kompatibel ist. Diese Webseiten würden also nach einer Umstellung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktionieren. Denn zahlreiche Funktionen wurden in Php 7 geändert oder entfernt, werden diese in der Anwendung aber verwendet dann funktioniert die Seite nicht mehr.
Auftreten kann das bei allen Arten von Webseiten, bei Content-Management Systemen wie Typo3 oder WordPress, bei Shops wie Shopware oder Magento, bei CRM-Systemen wie SugarCRM…und natürlich auch bei individuell erstellten Anwendungen.

Was sollte man tun?

Zuerst sollten Sie abklären ob Ihre Website schon mit Php 7 läuft, und wenn nicht ob sie mit Php 7 kompatibel ist. Mit welcher Php-Version Ihre Website läuft erfahren Sie bei Ihrem Webhostingprovider, ob sie mit Php 7 kompatibel ist kann Ihnen Ihr Webentwickler bzw. Ihre Webagentur sagen.

Läuft die Homepage schon auf Php 7 oder ist damit kompatibel, dann müssen Sie in der Regel nichts weiter tun. Ihr Provider wird einfach dann am Ende des Jahres auf Php 7 umstellen, Sie sollten keinerlei Auswirkung bei der Funktion der Website merken.

Anders ist es wenn die Website nicht mit Php 7 kompatibel ist. Handelt es sich um Standardsoftware (Typo3, WordPress, Shopware, Joomla usw.) dann muss ein Update auf eine aktuelle Version durchgeführt werden. Bei Standardanwendungen kommt das aber nur bei sehr alten Versionen vor, diese wurden also selbst lange nicht mehr upgedated. Alle neueren Versionen unterstützen sowieso schon Php 7. Ein Update auf eine aktuelle Version z.b. von Typo3, WordPress, Shopware usw. ist also unabhängig vom Wechsel auf Php 7 dringend anzuraten – derart veraltete Versionen sind schon für sich ein Sicherheitsrisiko.

Je nach Alter der verwendeten Funktion der Standardsoftware und abhängig von den verwendeten Plugins und Erweiterungen sowie dem Umfang der Website, kann so ein Update mehr oder weniger Aufwand bedeuten. Ihre Webagentur kann Ihnen dafür ein genaues Angebot vorlegen.

Bei individuell erstellter Software (egal ob durch Ihre Webentwickler oder eine Agentur) muss natürlich auch überprüft werden, wie eine Kompatibilität mit Php 7 gewährleistet werden kann. Auch das kann wieder Ihr Webentwickler bzw. Ihre Agentur durchführen, die Anpassung an Php 7 kann dann aber mitunter aufwändig werden. In diesem Fall gibt es ja keine standardisierten Updates, die Änderungen müssen direkt im Programmcode der Website eingebaut werden. Das kann einen höheren Arbeitsaufwand (und damit höhere Kosten) bedeuteten, vor allem aber muss auch eine längere Zeit für Adaptierung eingeplant werden. Es sollte daher umgehend mit der Anpassung begonnen werden, damit die Website rechtzeitig vor dem Wechsel auf Php 7 modifiziert wurde und weiter läuft.

Fazit

Der Wechsel von Php 5.x. auf Php 7 steht Ende des Jahres bevor, viele Provider stellen aber bereits in den nächsten Wochen um. Damit Ihre Unternehmenswebsite weiter funktioniert müssen Sie daher abklären, ob die Seite schon mit Php 7 läuft bzw. damit kompatibel ist. Wenn dies nicht der Fall ist müssen geeignete Maßnahmen (Updates, Änderungen des Programmcodes) getroffen werden um diese Kompatibilität herzustellen.