Als Blogger so richtig aktiv sein, jeden Tag einen neuen Blogeintrag erstellen, lohnt sich das heute noch? Hier ein paar Gedanken dazu…

So war das in der Urzeit der Weblogs

Ganz am Anfang waren Blogs eigentlich so eine Art Tagebücher im Internet. Die ersten Blogger schrieben oft und viel, über Inhaltskonzepte und Themencluster usw. wurde noch nicht viel nachgedacht. Auch das Verfassen suchmaschinenoptimierter Blogeinträge war noch kein Thema, es wurde einfach “frisch von der Leber weg” geschrieben.

Also eigentlich genauso wie die meisten Content Marketing Agenturen heute sagen dass man es nicht machen sollte, in der Urzeit der Blogs hat das aber trotzdem funktioniert. Einerseits war natürlich Suchmaschinenoptimierung damals noch wesentlich einfacher, andererseits gab es auch wesentlich weniger Blogger und Blogs, Unternehmen betrieben sowieso so gut wie nie einen Weblog.

Das Bloggen heute

Heute sieht die Sache anders aus. Es gibt unzählige Blogs im Netz, immer mehr Unternehmen entdecken das Bloggen für sich, dementsprechend mehr Konkurrenz Blogbeiträgen gibt es und umso schwieriger ist und wird es, aus der Masse hervorzustechen.

Was man generell beim Bloggen beachten sollte ist eine gute Qualität der Beiträge. Nur mal so dahinzuschreiben funktioniert nicht (mehr). Man sollte sich schon etwas Gedanken machen welches Thema man behandeln möchte und ob es dafür eine Zielgruppe gibt. Allgemeine Themen oder Beiträge die einem spontan, ohne viel Vorbereitung einfallen werden sich in Google nicht durchsetzen, da diese Beiträge dann auch nicht für die richtigen Suchbegriffe optimiert werden. Solche Beiträge funktionieren nur, werden also nur dann häufig gelesen, wenn der Blog bereits eine große Zahl regelmäßiger Leser hat. Also entweder RSS-Feed-Abonnenten, Follower auf Facebook etc. Rein über Google bringen derartige Blogbeiträge relativ wenig Besucher.

Und da sind wir schon beim Thema: selbst Blogger oder Unternehmen, die über sehr viele Themen schreiben wollen, werden irgendwann an einen Punkt kommen, an dem die Themen ausgehen. Wir haben selbst schon Blog betreut die täglich neue Beiträge onlinegestellt haben. Die ersten paar Monate geht das meistens gut, es gibt jeden Tag ein neues Thema, über das man schreiben kann. Oder man berichtet einfach aus dem Büroalltag, geht auf aktuelle News in der jeweiligen Nische ein etc.

Irgendwann erschöpft sich das aber. Es macht keinen Sinn den 4. Beitrag über das völlig gleiche Thema zu schreiben. Das interessiert weder die Stammleser noch Google. Denn Google weiß dann sowieso nicht welcher dieser 4 Beiträge das Thema am besten behandelt, das Ergebnis: alle 4 Blogbeiträge ranken in Google schlecht.

Besser weniger oft bloggen

Es lohnt sich also, nicht allzuviel zu bloggen. Im Idealfall ist es so, dass in einem Monat im Backend mehr Beiträge als Entwürfe erstellt werden also im Frontend livegestellt werden. Die Anzahl fertiger (zu veröffentlichender) Beiträge wächst also stetig.

Unser Tipp: beginnen Sie am Anfang vielleicht mit nur einem Beitrag pro Woche, vielleicht auch nur pro Monat. Nach ein paar Monaten sehen Sie wie das Bloggen über einen längeren Zeitraum funktioniert. Gehen die Themen nicht aus und bleibt oder wächst der Spaß am Bloggen, dann kann man die Zeiträume zwischen 2 Beiträgen verkürzen auf vielleicht 4 oder 3 Tage. Aber immer daran denken: im Hintergrund sollte mehr erstellt werden als onlinegehen “muss”. Denn das bewahrt davor wenig interessante Beiträge zu erstellen “nur weil man was onlinestellen muss”, man kann sich mehr auf die Qualität der Blogbeiträge konzentrieren.