Wie man als Jungunternehmer / Start-Up kostengünstig zu einer eigenen Website kommt

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Gerade Jungunternehmern / Start-Ups steht oft ein nur sehr begrenztes Marketingbudget zur Verfügung, andererseits ist die eigene Unternehmenshomepage aber heute genauso  wichtig wie eine Telefonnummer – sie wird vorausgesetzt um als Unternehmen ernstgenommen zu werden. Wie kommt man also günstig zu einer professionellen Website?

Eines gleich vorweg: eine eigene, professionell gestaltete Homepage, abgestimmt auf das Corporate Design, ausgestattet mit allen erdenklichen Funktionalitäten ist aufwendig und kostet Geld. Kein seriöser Anbieter kann Ihnen eine derartige Website zum Sparpreis von z.B. unter € 1000,- anbieten. Allerdings gibt es verschiedene Angebote für kostengünstige Einsteigerwebseiten, die wir hier vorstellen möchten.

Homepage Baukästen (Jimdo, WIX usw.)

Homepagekästen sind Programme mit denen man sich selbst aus Vorlagen und Inhaltselementen eine Website „zusammenbasteln“ kann. Früher waren das meist diverse Windows- oder Mac-Programme mit denen man offline die Seiten erstelle und dann mittels FTP auf einen Webserver hochladen musste, heute haben sich aber verschiedene Onlineanbieter in diesem Bereich durchgesetzt. Der Kunde legt dabei einen Useraccount an, wählt den gewünschten Webseiten-Titel und die gewünschte Url aus und kann schon mit der Gestaltung loslegen.
Aus verschiedenen Designvorlagen wählt man nun diejenige aus die einem gefällt und befüllt diese dann mit Inhalten. Man erstellt also verschiedene Inhaltsseiten („Über Uns“, „Kontakt“, „Unsere Leistungen“ usw.) und kann man dabei verschiedenste Elemente zur Darstellung der Inhalte verwenden (z.B. Bildergalerien, Textblöcke, Onlinevideos,…).

Beispiele für Anbieter in diesem Bereich wären Jimdo oder WIX, es gibt aber noch zahlreiche weitere größere und kleinere. Alle diese Systeme biete eine (mehr oder weniger) simple Handhabung des Homepage-Editors und ermöglicht damit die einfache Erstellung und Wartung der Website – auch durch Laien. Nachteil dieser Lösung ist aber, dass man die Website quasi mietet solange man bei dem Anbieter Kunde ist – wenn Sie also den Vertrag kündigen (oder der Betreiber den Dienst einstellt) ist die Website in der Regel auch weg, Sie können sich keine Homepagedateien downloaden und bei Ihnen lokal am Rechner speichern bzw. auf einem anderen Webspace einspielen und hosten.
Ein weiterer Nachteil ist die beschränkte Auswahl an Layoutvorlagen und einstellbaren Funktionalitäten für die Homepage. Standardelemente wie Kontaktformulare, Bildergalerien etc. sind ja zwar möglich, aber eben nur mit allgemeinen Standardfunktionen, wenn Sie ausgefallenere Funktionen wünschen sind diese dann nicht umsetzbar.

WordPress Website mit einem gekauften Theme

Wenn man keine Mietlösung, so wie bei einem Homepagebaukasten haben möchtme sondern eine eigene Website bietet sich eine Website auf Basis des CMS WordPress mit gekauftem Theme an. Worpress wurde ursprünglich als Blog-Software entwickelt, hat sich in den letzten Jahren aber zu einem vollwertigen CMS (Content Management System) mit allen nur erdenklichen Funktionen weiterentwickelt und ist heute das weltweit am häufigsten eingesetzte CMS. Es besticht durch sehr einfache und übersichtliche Bedienung im Backend, gleichzeitig können mit Erweiterungen und Plugins (kostenlos oder kostenpflichtig) unglaublich viele Funkionalitäten umgesetzt werden.

Im Internet gibt es viele Anbieter die fertige Layoutvorlagen (sogenannten Themes oder Templates) für WordPress vertreiben. Man hat dabei meist eine Auswahl aus tausenden verschiedenen Themes für die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungsfälle – Unternehmenswebseiten, Onlineshops, Portale, Bildergalerien, Blogs, Magazine – alles mit WordPress und fertigen Themes umsetzbar. Die Kosten für ein solches Theme bewegen sich meist zwischen € 40,- und € 80,-, die Installation in WordPress ist dann mit sehr wenig Aufwand verbunden. Die gesamte Website muss dann nur noch konfiguriert, die Seitenstruktur eingerichtet und die benötigten Plugins müssen installiert werden.
Der Vorteil bei dieser Variante: die Umsetzung ist sehr kostengünstig (wir bieten WordPress-Websites mit gekauftem Themes ab € 890,- an), dennoch gibt es sehr schöne Vorlagen zur Auswahl und mit WordPress als CMS ist man für alle (zukünftigen) Anforderungen gerüstet – sollte also das Unternehmen wachsen und zusätzliche Features gewünscht werden ist das problemlos einbaubar. Selbst der spätere Wechsel auf ein individuell gestaltetes Layout ist ohne große Probleme machbar. Noch ein Vorteil: die Website gehört Ihnen, Sie können alle Websitedateien jederzeit bei Ihnen sichern oder zu einem anderen Provider übertragen.
Natürlich kann auch eine WordPress-Website mit gekauftem Theme kein nur für Sie erstelltes Layout ersetzen – individuelle Anpassungen (Farben, Schriftarten usw.) sind nur sehr begrenzt möglich – trotzdem kann man auf diese Art und Weise sehr schöne und ansprechende Homepages erstellen.

Ihre Facebook Page als Homepage

Sie haben bereits eine eigene Facebook Page für Ihr Unternehmen? Dann gibt es auch die Möglichkeit diese als Website zu nutzen. Sie müssen dazu lediglich eine eigene Domain registrieren und mittels Weiterleitung bei Aufruf der Domain Ihre Facebook Page anzeigen lassen – Ihr Domain-Provider kann das für Sie einrichten.
Eine Facebook Page kann und soll keine echte, eigene Homepage ersetzen. Gerade in der Anfangsphase eines Unternehmens kann es aber eine praktikable Übergangslösung darstellen. Denn auf Facebook können Sie schnell und einfach Stammkunden über Ihr Unternehmen informieren, diese Inhalte sind also sowieso schon da und können so auch gleich als Website genutzt werden.

Welche Variante ist nun für Sie die richtige?

So allgemein lässt sich das nicht sagen, es kommt immer auf die spezielle Situation und da verfügbare Budget an. Früher oder später sollte man als Unternehmen sowieso ein individuell erstelle Website haben, die genau auf das Firmenlogo und das Corporate Design abgestimmt ist. Während der Anfangsphase sind die genannten Möglichkeiten aber sehr sinnvoll einsetzbar, Geld das man hier einspart lässt sich sinnvoller z.B. in Produktverbesserungen oder Marketing investieren.