Heute widmen wir uns dem Thema Wiederverwendung von Inhalten. Denn egal ob für den Blog, Youtube oder Facebook, das Erstellen von Inhalten aufwendig, aber unbedingt nötig.

Das Wichtigste im Online Marketing sind Inhalte. Texte, Bilder, Videos, sie alle müssen in hoher Qualität und ausreichender Menge produziert werden. Ein zu viel an Content gibt es nicht, je mehr Inhalte man onlinestellen kann umso mehr kann man erreichen.
Die Menge der produzierten Inhalte ist in der Regel durch die dadurch verbundenen Kosten bzw. die zur Verfügung stehenden Mitarbeiter (für die Contenterstellung) begrenzt. Es lohnt sich also Inhalte strategisch zu erstellen und optimal auf verschiedenen Content-Plattformen einzusetzen.

Inhalte wiederverwenden und für verschiedene Plattformen nutzen

Ausgangsbasis für die Weiterverwendung von Inhalten ist immer ein hochwertiger Inhalt. Das kann ein Text oder auch ein Video sein. Bei der Erstellung macht man sich keine Gedanken darüber wie man die Inhalte später auf verschiedenen Plattformen am besten präsentiert, es steht rein die Qualität im Vordergrund. Texte und Videos können umfangreich und lang sein und aufwändig produziert werden. Es spricht also nichts dagegen Videos mit 15 oder gar 30 Minuten Länge zu erstellen, oder Texte mit mehreren tausend Wörtern. Es geht hier nur darum den Konsumente der Inhalte bestmöglich zu informieren.

Derartige “Master-Inhalte” sollten grundsätzlich auf der eigenen Website publiziert werden. Texte werden als Subseiten der Homepage – oder noch besser als Beiträge im Blog angelegt. Die Videos lädt man auf Youtube hoch, dabei unbedingt auf das Auswählen passender Hashtags und das Erstellen umfangreicher, passender Videobeschreibungen achten – das Video soll ja auch in der Suche von Youtube gefunden werden.
Das fertig hochgeladene Video kann dann in die Website eingebunden werden, entweder als Ergänzung zu einem umfangreichen Blogartikel, oder auch als Hauptinhalt. Unter Hauptinhalt ist gemeint dass das Video der eigentliche Inhalt eines Blogartikels ist. Etwas Text zur Einleitung muss aber unbedingt dennoch erstellt werden, damit der Leser weiß wovon das Video handelt, und damit der Artikel auch in Google gefunden wird. Denn Google setzt ja überwiegend immer noch auf Texte.

Ist so ein “Hauptinhalt” online kann man ihn in kleinere Teile zerlegen und für verschiedene andere Plattformen nutzen.
Für Facebook und Linkedin kann man kurze Teaser mit 3-5 Zeilen Text erstellen, die dann auf den vollständigen Blogartikel weiterverlinken. Für Instagram können es ruhig auch etwas längere Texte werden (mit 100-200 Wörtern), da dort ein direktes Verlinken aus einem Beitrag heraus nicht möglich ist.

Aber auch das Erstellen vieler einzelner Beiträge für Facebook / Linkedin aus einem Blogartikel ist möglich und sinnvoll. Ein längerer Text ist meist in mehrere thematische Teile aufgegliedert. Jeden einzelnen dieser thematischen Teile kann man als eigene Beiträge auf diesen Netzwerken onlinestellen, und natürlich genauso auf Instagram.
Aus einem längeren Blogartikel lassen sich auf diese Art viele kleinere Social Media Beiträge erstellen. 5-10 sollten sich bei einem entsprechend umfangreichen Text immer ausgehen.

Diese Vorgehensweise kann man genauso bei Videos anwenden. Wie angeführt wird das Video in voller Länge bei Youtube hochgeladen. Daraus schneidet man nun ein kurzes Teaservideo mit einer Länge von 30-60 Sekunden für Facebook und Instagram.
Ebenso lassen sich auch Videos thematisch in kleinere Videos teilen. Wie bei Blogartikeln teilt man die Videos entsprechend der behandelnden Themen, und bekommt so viele kürzere Videos, die man dann wieder auf Facebook verwenden kann.
Wenn thematisch machbar und sinnvoll kann man auch einzelne kurze Videoschnippsel für Instagram Stories oder für Snapchat verwenden. Und natürlich kann man später auch das Video in voller Länge auf Facebook und Linkedin onlinestellen.

Inhalte können noch anders wiederverwendet werden

Die Wiederverwendung von einmal erstellten Inhalte ist nicht auf Social Media Plattformen begrenzt. Die Aufteilung eines längeren Blogartikels nach den behandelnden Themen in kürzere Texte kann auch für den Unternehmensnewsletter genutzt werden. Aus dem langen Text lassen sich so mehrere Newsletter erstellen, die Texte sollten dabei sowieso nicht zu lang werden – je länger der Newsletter, umso weniger Empfänger lesen ihn.

Aber eine zeitlich spätere Wiederverwendung ist möglich. In vielen Branchen kann man Texte und Videos erstellen, die in ihrer Grundaussage so auch in einigen Jahren noch gültig sind. Nach einem oder zwei Jahren nimmt man also die Texte her, und passt sie an die aktuellen Gegebenheiten an. Oft ist es dabei so, dass 95% des Inhaltes sowieso gleich bleiben, nur ein paar Kleinigkeiten müssen geändert werden. Den modifizierten Text kann man dann neu onlinestellen – und wiederum wie oben beschrieben aufteilen und wiederverwenden.

Kleiner Tipp dazu: bei Blogartikel kann man den Ursprungstext abändern und dann mit neuem Datum onlinestellen. In WordPress muss man dazu nur das Datum unter “Veröffentlicht am” ändern.
Wenn man dazu die Permalinkstruktur des WordPress Blogs so eingestellt hat dass in der Url keine Jahres-, Monat- oder Tagesdaten mehr sind, dann bleibt auch die Url des geänderten Beitrages gleich. Das bedeutet, dass der Artikel modifiziert ganz oben im Blog onlinegeht, dadurch von Google neu ausgelesen und als wichtig (weil ganz aktuell) neu bewertet wird und einen guten Push für das Ranking in Google erhält.

Fazit

Die Erstellung von Inhalte für Online Marketing ist aufwändig, mit guter Planung kann man aber die Inhalte für sehr viele Plattformen nutzen und wiederverwenden. Damit lassen sich die laufenden Kosten von Online Marketing merklich reduzieren bei trotzdem gleichen Nutzen.