Wenn eine Domain durch Google abgestraft wird ist das immer eine blöde Sache, Manche SEO Experten möchten dies durch (rechtzeitigen) Wechsel auf eine neue Domain verhindern. Google erkennt aber mittlerweile diese Taktik und sie funktioniert nicht mehr…

Die Ausgangslage ist folgende: manche Suchmaschinenoptimierer führen einen sehr aggressiven und schnellen Linkaufbau durch. Da werden dann in sehr kurzer Zeit sehr viele Links auf die zu optimierende Website gesetzt, Links von zweifelhaften Homepages, sehr viele überhaupt nicht themenrelevante Backlinks, oder es wird zu häufig mit reinen Keywords verlinkt.
Kurz gesagt werden also Linkbuilding-Maßnahmen getätigt die (mit Bedacht und nicht zu oft verwendet) immer noch sehr gute Ergebnisse garantieren, bei übermäßiger Verwendung aber von Google erkannt werden. Was dann folgt ist Abstrafung durch Google – entweder verliert die Website sehr stark an Rankingpositionen und ist nur noch auf den hinteren Plätzen zu finden, oder (im schlimmsten Fall) kickt Google die Website komplett aus dem Suchindex. Und das kann für ein Unternehmen existenzbedrohend sein!

Warum werden Linkbuilding-Maßnahmen gesetzt die zu Abstrafungen führen?

Dafür gibt es verschiedene Gründe, einer ist Unwissenheit. Viele “SEO Experten” haben vor 10 Jahren oder mehr die Grundlagen für Suchmaschinenoptimierung gelernt, bilden sich aber nicht weiter. Sie wenden also immer noch die Taktiken an die damals gut waren.
Heute ist Google aber wesentlich kritischer geworden und geht gegen zu exzessiven Linkaufbau rigoros vor.

Ein weiterer Grund ist dass der Webseitenbetreiber / Auftraggeber zu kurze Fristen für Ergebnisse setzt. Unter diesem Erfolgsdruck betreiben Suchmaschinenoptimierer dann immer intensiver Linkbuilding. Am Anfang funktioniert das oft ganz gut, die Rankingpositionen werden schnell besser, der Webseitenbetreiber ist zufrieden. Wird die Sache aber übertrieben erkennt das Google und es erfolgt die Abstrafung.

Ein anderer häufiger Grund ist dass manche SEO Agenturen eine Abstrafung in Kauf nehmen. Sie erzielen durch zu intensiven Linkaufbau in kurzer Zeit sehr gute Erfolge und können damit beim Auftraggeber hohe Honorare durchsetzen. Der Kunde bezahlt und ist zufrieden, nach ein paar Wochen oder Monaten wird die Seite aber dann abgestraft – die sogenannte SEO Agentur hat aber dann schon kassiert, der Kunde kann nichts mehr machen.

Kann man eine Abstrafung durch rechtzeitigen Wechsel der Domain verhindern?

Vor allem in den beiden letztgenannten Fällen sind sich die Optimierer dessen bewusst dass sie einen eigentlich zu intensiven Linkaufbau durchführen. Oft versuchen sie daher eine Abstrafung durch Google dadurch zu verhindern dass sie rechtzeitig auf eine neue Domain wechseln. Sie versuchen dann alle (oder einen Großteil) der Backlinks ebenso umstellen zu lassen, damit die neue Url schnell von Google erfasst wird.

Die Theorie dahinter: Google straft Domains und nicht die eigentliche Website dahinter ab. Wenn man also auf eine neue Domain wechsel dann bekommt diese neue Domain ja “in einem Zug” alle diese Backlinks, und das schadet grundsätzlich nicht. Denn es gibt immer Webseiten die neu onlinegestellt werden und sofort sehr viele Backlinks bekommen – beispielsweise wenn ein Projekt durch einen Fernsehauftritt über Nacht im ganzen Land bekannt wird. Sowas straft Google also grundsätzlich nicht ab.

Der Haken dabei: Google durchschaut mittlerweile solche Taktiken und stellt sehr wohl einen Bezug zwischen der Domain und den Inhalten her. Google erkennt das also und straft früher oder später eben auch die neue Domain ab. Ein Domainwechsel schützt also nicht mehr vor einer Google Abstrafung! Bestätigt hat das John Mueller von Google vor kurzem in mehreren Tweets. Also Augen auf beim Linkbuilding und nicht zu intensiven Linkaufbau betreiben!