Onpage-Optimierung bei der Suchmaschinenoptimierung einer Website bedeutet für viele Webmaster meist technische Optimierung. Also die Optimierung des Codes damit die Seite gut ausgelesen werden kann. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Tricks im Bereich Onpage-Optimierung, die man schnell und einfach umsetzen kann…

Suchmaschinenoptimierung setzt sich ja aus 2 verschiedenen Bereichen zusammen: der Onpage-Optimierung und der Offpage-Optimierung. Offpage-Optimierung bedeutet in erster Linie Linkbuilding, also dafür zu sorgen dass die Website mehr Links von anderen Webseiten erhält.
Zweifelsohne ein wichtiger Bestandteil von Suchmaschinenoptimierung, heute geht´s aber um die Onpage-Optimierung.

Onpage-Optimierung ist mehr als nur Suchmaschinenoptimierung des Programmcodes

Viele Webmaster und Entwickler verstehen unter Onpage-Optimierung die Optimierung des Programmcodes der Website.  Also die Erstellung eines validen Html-Codes, keine Iframes oder Frames, korrekte H1-, H2-Tags usw. Alles schön und wichtig, Onpage-Optimierung ist aber mehr.
Genau genommen beginnt Onpage-Optimierung bereits bei den Inhalten. Es müssen die richtigen Inhalte für die Zielgruppe onlinegestellt werden, die SEO-Landingpages dann auch auf die gewünschten Aktionen des Users hin optimiert werden. Um die Erstellung der richtigen Inhalte soll es heute aber nicht gehen, vielmehr um die zahlreichen weiteren Onpage-Optimierungsmaßnahmen.

Unserer Erfahrung nach nutzen viele Webmaster die Möglichkeiten von Onpage SEO gar nicht richtig aus. Sie setzen immer nur auf technische Code-Optimierung, und übersehen die weiteren Maßnahmen – viele davon sind relativ einfach umsetzbar.

Einfache Maßnahmen für die Onpage-Optimierung

Korrekte und optimierte Navigation

Es geht los mit der Navigation. Menüs sollten nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein. Die 1. Ebene der Menüs sollten nicht länger als 6-8 Menüpunkte sein, für die 2. Ebene empfehlen sich Dropdownmenüs. Aber auch hier empfehlen wir max. 10 Einträge je Dropdown. Von einer 2. Ebene würden wir abraten, das wird dann schon unübersichtlich für den User, vor allem am Handy.
Auf jeden Fall sollte man die Navigationsstruktur dahingehend überarbeiten dass die Menüs nicht zu lang werden. Außerdem sollten die Menüpunkte auch richtig benannt werden, idealerweise mit dem jeweiligen Keyword.

Nicht zu kurze Texte

Gilt für Seiten als auch für Blogbeiträge. Oftmals sind die Texte einfach zu kurz. Das Problem dabei ist, dass Seiten mit zu wenig Inhalt (zu kurzen Texten) meist schlechter ranken als Seiten mit mehr Text.
Empfehlenswert sind Seiten mit Textlängen von mindestens 400 Wörtern, besser mehr. Dazu zählt aber nicht nur der “Haupttext”, sondern auch zum Beispiel Infoboxen mit News, Aktionen usw.

Korrekte Dateinamen bei Bildern

Bilder sind in modernen Content Management Systemen wie WordPress oder Typo3 leicht einzubinden. Das System verkleinert und komprimiert die Bilddateien automatisch, fehlerhafte Darstellungsgrößen oder zu große Bilddateien sind daher kein Problem mehr.
Allerdings benennen die Systeme die Bilder natürlich nicht um. Und viele Redakteure laden Bilder mit dem Standarddateinamen des Bildes hoch. Zum Beispiel “DSC_3000.jpg”, also dem Dateinamen aus der Kamera. Oder einen Dateinamen den das Bild vom Fotografen oder von der Bildagentur erhält.

Beides ist aber nicht optimal, Dateinamen der Bilder sollten immer auf den Inhalt des Textes, die gewünschten Keywords der Seite sowie dem Inhalt des Bildes abgestimmt sein. Wenn ein Bild ein Produkt im Einsatz zeigt, dann sollte also der Dateiname nicht “Bild1.jpg”, sondern “Produktname-im-Einsatz.jpg” heißen – oder so in der Art. Der Dateiname sollte also den Inhalt beschreiben und im Idealfall auch das Keyword beinhalten.

Ältere Beiträge immer wieder neu verlinken

Über die korrekte Navigation haben wir ja bereits weiter oben geschrieben. Wichtig ist aber auch die Vererbung der Linkpower an wichtige Subseiten. Denn die Startseite hat naturgemäß die meiste Linkpower, da sie ja direkt die Url der Website ist und diese natürlich am häufigsten verlinkt ist. Nach unten hin nimmt die Linkpower dann ab, die Seiten auf der 1. Submenüebene haben schon weniger, aber noch mehr als die auf der 2. Submenüebene. Seiten die nicht direkt von der Startseite oder aus der Hauptnavigation verlinkt werden haben noch weniger.

Vor allem Blog- und Newsartikel leider darunter. Denn sie sind werden (wenn sie neu sind) meist direkt auf der Startseite oder einer Seite der 1. Submenüebene (Blog, News) angezeigt, rutschen mit der Zeit aber immer weiter nach hinten und verlieren daher Linkpower. Ein Artikel auf Seite 8 im Blogarchiv bekommt einfach wesentlich weniger Linkpower von der Hautpurl verlinkt als wenn er auf Seite 1 angezeigt wird.

Wir raten daher dazu, ältere Beiträge immer wieder neu zu verlinken. Entweder zum Beispiel von einer Seite auf der die “besten Blogbeiträge” aufgelistet werden. Oder aus aktuellen Beiträgen auf diese älteren Beiträge zu verlinken.
Empfehlenswert ist die Vorgehensweise vor allem bei Beiträgen, die von sich aus viele Besucher anziehen bzw. über Google bekommen. Denn diese würden mit der Zeit etwas an Sichtbarkeit in Google verlieren was man auf diese Art verhindern kann.

Gute User Experience (UX)

Wichtig ist dass sich der Seitenbesucher auf der Website wohlfühlt. Er sollte sofort das finden wonach er sucht, die Inhalte sollten übersichtlich angelegt werden. Wichtig ist auch, dass die Website auf allen Endgeräten (Desktop-PCs, Handys, Tablets usw.) korrekt angezeigt wird, gut bedienbar ist und die Ladezeiten kurz sind (vor allem am Handy).
Beiträge und Inhaltsseiten sollten so erstellt werden dass die Texte gut lesbar und einfach verständlich sind und mit Bildern und eingebetteten Videos aufgelockert werden. Videos haben noch den zusätzlichen Vorteil, dass User gerne Videos ansehen. Sie konsumieren den Inhalt daher noch intensiver, als Nebeneffekt steigt dadurch auch die Verweildauer auf der Seite. Und da Google immer bewertet, wie lange ein Seitenbesucher auf der Seite bleibt nachdem der ein Suchergebnis angeklickt ist, ist eine längere Verweildauer von Vorteil. Denn wenn nach dem Anklicken eines Suchergebnisses lange auf der Seite verweilt wird dann entspricht der Inhalt offensichtlich genau dem, was der User gesucht hat. Und genau das möchte Google –  und wird die Seite in Zukunft besser ranken, sie in Suchergebnissen also weiter oben anzeigen.

Doppelte Inhalte (Duplicate Content) vermeiden

Gerade bei Blogs sieht man das häufig: zu einem Keyword oder einem speziellen Theme werden mit der Zeit mehrere Blogbeiträge erstellt. Die verwendeten Keywords, die Inhalte, der Aufbau, alles ist aber irgendwie ähnlich. Google kann daher nicht wirklich entscheiden, welcher der Beiträge für das Keywords gut ranken soll, und wird daher keinen der Beiträge weit vorne in den Suchergebnissen anzeigen.

Besser ist daher Beiträge die eigentlich das komplett gleiche Thema oder Keyword behandeln zusammenzufassen oder die älteren Beiträge zu löschen. Auch Subseiten der Website und Landingpages, die eigentlich die gleichen Inhalte behandeln, sollten zu einer Seite zusammengefasst werden, die dann aber durchaus auch länger sein kann und darf.

Fazit

Alle diese angeführten Onpage-SEO-Maßnahmen sind einfach umsetzbar, ohne dass dafür ein Suchmaschinenoptimierer oder Programmierer nötig ist. Vielmehr sollten Redakteure die Tipps in ihrer täglichen Arbeit an der Unternehmenswebsite oder dem Blog beachten, dadurch können mit einfachen Mitteln die Positionen in Suchmaschinen (Google) deutlich verbessert werden.