Das zeigt eine aktuelle, von Facebook durchgeführte Studie: während der Werbeblöcke im Fernsehen wird das Smartphone zur Hand genommen und in sozialen Netzwerken wie Facebook gesorgt, geshoppt, oder allgemein im Internet gesurft. Und das bedeutet nichts Gutes für das klassische Marketing.

Denn Fernsehwerbung ist klassisches Marketing, und Fernsehsender, aber auch Werbeagenturen die diese Werbung verkaufen, werben immer mit den hohen Reichweiten dieser Werbeblöcke. Da werden dann Zahlen angegeben das hunderttausende User in der relevanten Altersgruppe von 14-49 diese Werbung sehen – aber diese Zahlen und Angaben sind eigentlich so nicht mehr richtig.

Der Trend zum digitalen Marketing

Die Studie zeigt, dass Nutzer zwar klassische Fernsehsendungen immer noch häufig konsumieren, und das trotz Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime. Allerdings sinkt die Reichweiten der Werbeblöcke rapide, die Nutzer während der Werbung das Smartphone zu Hand nehmen und andere, digitale Medien konsumieren. In der Altersgruppe der 18 bis 24 Jährigen nutzen und 60 % das Handy während der Fernsehwerbung, benutzen ab 45 Jahren sind es immer noch 41%.

Welche digitalen Inhalte werden während der Werbepausen konsumiert?

Mehr als 66 % macht die Nutzung von sozialen Netzwerken sowie das allgemeine Internetsurfen aus. Man ist also auf Plattformen wie Facebook oder Instagram aktiv oder nutzt Google um andere Webseiten zu finden oder anzusurfen. Rund 16 % der User nutzen Messaging Apps wie WhatsApp oder Facebook Messenger, immer noch fast 7% besuchen Online-Shops wie Amazon.
Diese Zahlen ergeben sich allerdings aus dem weltweiten Durchschnitt der Studie, in Ländern wie Deutschland nutzen sogar 46 % der Anwender in den Werbepausen Apps aus der Facebook Familie, also Facebook, Instagram, WhatsApp usw.

Was bedeutet das für das Marketing?

Die Reichweitenangaben der Fernsehsender sind so nicht mehr realistisch, Fernsehwerbung wird immer teurer im Verhältnis zu dem, was sie tatsächlich an Nutzen bringt.
Fernsehwerbung ist aber auch nicht tot,  sie hat jedoch nicht mehr den Werbewert den sie noch vor ein paar Jahren hatte.

Vielmehr muss abhängig von der Zielgruppe und der jeweiligen Fernsehsendung bestimmt werden, was die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zieht und wie man durch digitale Werbung die Fernsehwerbung unterstützen kann. Das können dann ergänzende, thematisch passende Werbebeiträge auf Facebook oder Instagram sein, oder zum Beispiel Google Ads. Denn viele, vor allem wissenschaftliche Sendungen verleiten die Zuseher häufig dazu, sich näher über das Thema zu informieren. Da wird dann nach weiteren Informationen auf Google gesucht oder es werden Webseiten zum Thema direkt aufgerufen. Es lohnt sich daher genau zu diesen Zeiten passende Google Ads zu schalten oder direkt auf den wichtigsten Themen Webseiten zu platzieren.

Fazit

Der Trend von der Fernsehwerbung hin zum digitalen Marketing ist eindeutig messbar und belegbar. Es besagt aber wieder, dass Fernsehwerbung tot ist und nichts mehr bringt, noch dass Fernsehwerbung immer noch die beste Art der Werbung ist. Es ist aber so, dass man diese beiden Werbeformen kombinieren sollte um den besten Impact zu erzielen.