Wenn man von Social Media Marketing spricht oder eine Marketingkampagne auf diesen Kanälen plant fällt immer zuerst der Name Facebook. Das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg hat mit Abstand die meisten User und bietet für Werbetreibende die besten Chancen. Twitter dagegen hat im deutschsprachigen Raum nur eine Nebenrolle inne, “zu wenig User”, “zu wenig Interaktion”, “da sind unsere Kunden nicht aktiv” sind die gängigsten Aussagen von Marketingverantwortlichen. Aber: gerade weil die meisten Unternehmen Twitter derzeit ignorieren bietet das Netzwerk sehr gute Möglichkeiten für Onlinekampagnen….

Zuerst die Fakten: wie die untenstehende Grafik zeigt steigt die Anzahl der Twitter Nutzer ständig, seit Januar 2012 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Im Monat März 2016 waren als bereits mehr als 148.000 Nutzer aus Österreich in Twitter registriert, das bedeutet: 148.000 potentielle Kunden sind in Twitter angemeldet, Privatpersonen (B2C), aber auch Firmen (B2B), die meisten Unternehmen ignorieren aber diese möglichen Kundenkontakte und versuchen stattdessen die Kunden über Facebook oder andere Online- oder Offlinekampagnen zu erreichen. Und das bedeutet auch: wer Onlinemarketing auf Twitter richtig betreibt hat nur einen Bruchteil der Konkurrenz als wie auf Facebook – warum sollten Sie das nicht ausnutzen?

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Anzahl der Twitter Nutzer in Österreich

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/296135/umfrage/twitter-nutzer-in-oesterreich/

Wie nutze ich  nun Twitter für mein Onlinemarketing?

Ganz einfach: indem Sie Twitter so nutzen wie es Twitter vorsieht: posten Sie kurze, prägnante Inhaltsblöcke (140-Zeichen-Limit), mit passenden Hashtags versehen, um Ihre Zielgruppe anzusprechen. Die Länge eines Beitrages sowie die Anzahl angehängter Bilder ist auf Twitter beschränkt, dafür ist es allerdings kein Problem beliebig viele Beiträge hintereinander zu posten – 10 Beiträge je Stunde? Kein Problem und erhöht nur die Interaktion der Follower! Auf Facebook dagegen steigt die Anzahl der erreichten User und die Interaktion nicht linear mit der Anzahl der knapp aufeinander geposteten Beiträge an – Schuld ist der Facebook Newsfeed Algorithmus der dann nur einzelne Beiträge den Benutzern anzeigt und auch diese nicht allen Followern dieser Seite.
Was man auf keinen Fall machen sollte ist Twitter mittels einer Schnittstelle an Facebook zu koppeln. Auf den ersten Blick erscheint das praktisch weil dann jeder Facebook Beitrag automatisch auch gleich auf Twitter erscheint – nur müssen Inhalte auf Twitter eben anders dargestellt werden, daher macht eine automatische Koppelung keinen Sinn.

Eine weiteres, sehr mächtiges Marketingwerkzeug auf Twitter sind die Hashtags. Sie werden verwendet um einen Beitrag einem bestimmten Themengebiet zuzuordnen. Suchen Sie einmal nach Hashtags aus Ihrer Branche – für fast jeden Bereich werden Sie Tweets finden. Ganz leicht findet man so Benutzer und Kunden bestimmter Produkte oder Dienstleistungen, aber auch andere Unternehmen die in diesem Bereich tätig sind (vielleicht auch für Partnerschaften interessant). Auch an aktuellen Trend-Diskussionen kann man sich so beteiligen und so neue Kontakte aufbauen.

Mit Hashtags findet man also relevante Twitter User für die eigene Branche (oder wird gefunden), mittels der einfachen Diskusisons Möglichkeiten von Twitter kann man mit diesen dann in Kontakt treten. Warum sollte man als Hotelier Zell am See nicht zum Beispiel User anschreiben die auf twittern dass sie für den Winterurlaub in den Salzburger Alpen ein Hotel suchen? Oder als Autohaus User die twittern dass sie ein neues Auto suchen? Oder wenn Sie ein Geschäft mit Zubehör für Hundebesitzer betreiben könnten so mit Hundeliebhabern Kontakte aufbauen die Tipps suchen wie sie ihrem Hund das Leine gehen beibringen – haben Sie so erstmal Ihr Know-How transportiert und die Beziehung zum potentiellen Kunden hergestellt können Sie ihn auch einfach über passende Angebote informieren  – z.B. die neuesten Leckerlis als Belohnung für den braven, leinengehenden Hund.

Nutzen Sie Twitter als Kommunikationstool und Sie werden in Ihrer Zielgruppe Erfolg haben – und das bei (im Vergleich zu Facebook) verschwindend geringer Konkurrenz durch Ihre Mitbewerber.