Was entscheidet ob ein neuer Onlineshop Top oder Flop wird? Letztendlich gibt es ein paar Erfolgsfaktoren die allen erfolgreichen Webshops eigen sind und die unbedingt beachtet werden sollten.

Die Digitalisierung im Handel schreitet voran. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie erkennen immer mehr Unternehmen die Wichtigkeit  von Ecommerce, sehen dass es für Firmen überlebensnotwendig sein kann auch (oder während eines Lockdowns) ausschließlich Produkte online verkaufen zu können.

Und jeder neue Onlineshop der jetzt erstellt wird hat das Ziel erfolgreich zu sein. Aber was bedeutet erfolgreich bei einem Webshop? Grundsätzlich ist ein digitaler Shop dann erfolgreich wenn

  • eine ausreichend große Zahl potentieller Kunden den Shop besuchen
  • und dadurch möglichst viele Nutzer zu Käufern im Onlineshop werden
  • und die Kosten für Erstellung, das Marketing und die Wartung des Onlineshops sowie Abwicklung der Bestellungen mit den Einnahmen gedeckt werden können und darüberhinaus ein möglichst großer Überschuss durch die Einnahmen erzielt werden kann!

Der Onlineshop muss also mehr Gewinn abwerfen als er Kosten verursacht!

Was macht nun aber einen Onlineshop erfolgreich? Hier gibt es viele verschiedene Erfolgsfaktoren und Meinungen, wenn man sich Bücher kauft oder Youtube-Videos zu diesem Thema ansieht wird man vermutlich dutzende, wenn nicht hunderte Erfolgsfaktoren definieren. Letztendlich sind aber ein paar wenige Faktoren die wirklich darüber entscheiden ob die Seitenbesucher zu Käufern werden oder nicht, ob der Shop also erfolgreich wird oder nicht.

Die einfachen Erfolgsfaktoren erfolgreicher Onlineshops

Seit vielen Jahren erstellen und betreuen wir Onlineshops, sowohl was die Programmierung als auch das Marketing dafür betrifft. Immer wieder fallen eigentlich einfache Sachen auf, die leider immer noch häufig falsch gemacht werden, die aber entscheidend für den Erfolg eines Webshops sind:

Übersichtliche Produktauswahl, einfache Bestellabwicklung

Immer wieder sieht man viel zu unübersichtlich angelegte Produktangebote. Da werden viel zu viele Kategorien angelegt und Produkte in Kategorien, Unterkategorien und Unter-Unterkategorien “versteckt”. Der Nutzer möchte aber mit wenigen Klicks einen gewünschten Artikel finden. Merke: je mehr Klicks, umso eher kauft der Kunde NICHT!
Auch der Bestellvorgang selbst ist oft unnötig verkompliziert. Muss der Kunde wirklich unzählig viele verschiedene Angaben im Checkout machen oder genügen einfach nur die Adressdaten und eine Emailadresse? Muss der Checkout wirklich aus 5 Einzelschritten bestehen oder kann man ihn vielleicht auch mit 3 umsetzen? Nicht umsonst ist 1-Click-Kaufen bei Amazon so beliebt. Bei der Bedienung des Shops gilt: Keep it Simple! Moderne Shopsysteme wie zum Beispiel Shopware sind übrigens schon so aufgebaut dass alle diese Richtlinien für eine gute User-Experience umgesetzt werden.

Produktpräsentationen die Kunden neugierig machen (und auch Google begeistern)

Wann kauft ein Kunde? Wenn ihn ein gesuchtes Produkt überzeugt. Daher ist die Produktpräsentation (Produkttitel, Bilder, Beschreibung etc.) sehr wichtig, die Produkt-Detailseite ist der Online-Verkaufsberater. Sie soll den Kunden genau über ein Produkt informieren und ihm helfen, sich ein genaues Bild von dem Produkt zu machen damit er entscheiden kann, ob er es kaufen möchte oder nicht. Wenn ja, dann gleich hier im Shop und nicht bei einem Mitbewerber.
Die Produkt-Detailseite soll also das Interesse für ein Produkt wecken und fördern, den Kunden mit allen nötigen Informationen und Fakten versorgen, und kann natürlich auch versuchen durch (wahre) Argumente ihn  zu überzeugen das Produkt zu kaufen.

Aber auch für die Auffindbarkeit in Google ist eine gute Produkt-Detailseite von großer Bedeutung. Gerade wenn man als Wiederverkäufer handelt wird dasselbe Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in anderen Webshops angeboten werden, die Produktbeschreibungen des Herstellers werden dann oft übernommen. Das machen dann aber eben auch alle anderen Shops in denen das Produkt gelistet wird, das erzeugt “Duplicate Content”, und das mag Google gar nicht. Denn Google kann dann nicht entscheiden welcher dieser Produktseiten für den Nutzer nun relevanter ist, oft werden daher Seiten mit Inhalt des es in gleicher Form woanders im Netz auch gibt abgewertet, also nicht vorne in den Suchergebnissen angezeigt.
Viel besser sind einzigartige Produktbeschreibungen, übrigens nicht nur für Google, auch die echten Seitenbesucher haben mehr davon.

Die wichtigsten Zahlungsarten müssen verfügbar sein

Kauf auf Rechnung mögen die Kunden, ist für den Shopbetreiber aber mit einem gewissen Risiko verbunden. Vorkasse gefällt wiederum den Kunden nicht, wünschen sich aber viele Onlinehändler. Am beliebtesten (und haben sich auch allgemein durchgesetzt) sind daher Onlinezahlungsarten wie Paypal, Kreditkarte, Klarna etc. Der Kunde zahlt gleich bei Bestellung, nach erfolgter Bezahlung wird die Bestellung im System abgeschlossen, der Shopbetreiber also informiert, dieser versendet dann die Ware. Diese Zahlungsarten sind also die bequemsten und auch die sichersten, müssen also in jedem Onlineshop verfügbar sein. Immer wieder sehen wir Webshops die zum Beispiel keine Kreditkartenzahlung anbieten – machen Sie es den Kunden beim Bezahlen möglichst einfach. Übrigens gibt es auch Zahlungsdienste die neben Kreditkarte, Klarna (Sofortüberweisung) etc. auch Ratenzahlung oder Kauf auf Rechnung mit Absicherung für den Händler anbieten.

Versandkosten: am besten ohne

Viele Shopbetreiber haben Angst  Versandkosten selbst übernehmen zu müssen, diese schmälern also den Gewinn. In der Realität ist es aber so, dass die Kunden einfache (geringe) Versandkosten erwarten, am besten überhaupt versandkostenfrei bestellen (Amazon macht´s ja vor). Versandkostenfreie Bestellungen sind daher immer der Kaufmotivator Nummer 1 im Webshop (wenn die anderen Erfolgsfaktoren passen), zumindest im B2C-Bereich. Anstatt Versandkosten extra zu berechnen ist es oft besser diese in die einzelnen Produktpreise miteinzukalkulieren und Durchschnittswerte über alle Verkäufe zu bilden. Da kann es sein dass bei einigen Bestellungen der Shopbetreiber etwas draufzahlt, über alle Verkäufe im Shop gesehen geht es sich aber aus, dazu hat der Shop das Verkaufsargument “Ohne Versandkosten!.

Kurze Lieferzeiten

Ein letzter wichtiger Punkt: möglichst kurze Lieferzeiten. Mehrwöchige Lieferzeiten akzeptiert heute kein Käufer mehr im Onlinehandel. Amazon macht´s wieder vor: als Amazon Prime Kunde hat man die gekauften Artikel innerhalb weniger Werktage daheim. Das gilt es auch im einen Shop umzusetzen, daher nicht bei den Versanddienstleistern sparen

Fazit

Damit ein Webshop erfolgreich werden kann müssen die genannten Basics unbedingt umgesetzt werden. An Details, Layoutanpassungen etc. kann man später immer noch feilen, die Basic-Erfolgsfaktoren sind es aber die jeden erfolgreichen Onlineshop auszeichnen. Immer wieder führen wir auch Beratungen und Workshops mit Shopbetreibern durch wie sie ihren Shop optimieren können (zum Beispiel auch im Raum MünchenAugsburg), dabei sehen wir uns immer zuerst auch diese Punkte an. Sehr häufig sind diese nicht oder nur suboptimal umgesetzt, man kann daher mit einfachen Optimierungen daran sofort den Erfolg eines Onlineshops merkbar vergrößern.