Im Onlinemarketing wird immer davon gesprochen wie wichtig es ist, Werbeanzeigen und Kampagnen so zu optimieren, dass man möglichst viele Klicks zu möglichst günstigen Preisen erhält. Ein Punkt der dabei aber meist vergessen wird ist die Conversion Optimierung. Im Beitrag erklären wir was es damit auf sich hat.

Mit Onlinemarketing kann man Nutzer im Internet sehr zielgerichtet ansprechen. Treffsicher erreicht genau die Personen, die sich wirklich für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung interessieren, Streuverluste wie in klassischen Medien können weitgehend eliminiert werden. Bei der Erstellung und Umsetzung von Onlinewerbekampagnen wird daher immer genau darauf geachtet die gewünschten Personen möglichst optimal anzusprechen um die Streuverluste bestmöglich zu minimieren.
Auch bei der Optimierung von Onlinemarketingtätigkeiten liegt das Hauptaugenmerk auf der Optimierung des Traffics, also möglichst viele Klicks zu möglichst geringen Kosten zu erhalten. Die meisten Kurse für Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing etc. setzen genau hier an.

Was aber meist vergessen wird: nach dem Klick auf eine Werbeanzeige oder ein Google Suchergebnis soll der Nutzer auch eine gewünschte Handlung ausführen, eine sogenannten Conversion. Eine Conversion Optimierung wird aber sehr selten durchgeführt, dass sehen wir immer wieder auch bei Neukunden dir wir übernehmen. Dabei lässt sich gerade damit mit einfachen Mitteln sehr viel mehr aus den Onlinewerbekampagnen herausholen.

Was bedeutet Conversion Optimierung?

Was ist überhaupt eine Conversion? Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung, die ein Nutzer auf einer Seite oder einem Social Media Profil ausführt. Das kann der Kauf eines Produktes im Onlineshop sein, das Anfordern von Informationen, ein Anruf beim Unternehmen, das Herunterladen eines Ebooks usw. Was eine Conversion ist kann und muss immer individuell definiert werden.

Je höher der Anteil unter der Seitenbesuchern ist die diese Conversion auch machen umso höher ist die Conversionrate. Wenn von 100 Seitenbesuchern 10 ein Produkt kaufen ist das besser als wenn es nur 2 tun, die Conversionrate ist höher, mit anderen Worten: für die gleichen Werbekosten erzielt man den fünffachen Umsatz.

Wenn man Onlinemarketing betreibt muss also immer auch das Ziel sein, diese Conversionrate zu optimieren und zu erhöhen. Das macht einerseits dadurch indem man mit dem richtigen Targeting Werbeanzeigen an genau die richtigen Nutzer ausspielt, oder Inhalte und Texte so für Suchmaschinen optimiert, dass die Website genau dann in den Suchergebnissen auftaucht wenn Nutzer genau nach den Leistungen oder Produkten der optimierten Website suchen. Andererseits kann man aber auch die Inhalte auf der Website so aufbereiten, dass die Wahrscheinlichkeit dass die Nutzer die gewünschten Conversions machen erhöht wird, dazu haben wir hier einige Tipps.

Tipps zur Conversion Optimierung

Keep it simple!
Überfordern Sie die Seitenbesucher nicht. Überladen Sie die Seite nicht mit Informationen, sondern zeigen Sie genau die Informationen die der Nutzer benötigt um zu entscheiden, ob er z.B. ein Produkt kaufen soll oder nicht. Auch von unnötigen Animationen, Slidern etc. ist abzuraten.

Minimieren Sie mögliche Absprungpunkte
Jeder Link auf eine andere Seite (intern oder extern) ist ein möglicher Absprunkt. Klickt der Nutzer auf einen solchen Link sinkt die Wahrscheinlichkeit dass er wieder zurückkommt und die gewünschte Conversion tätigt. Gerade bei Landingpages für Google Ads Kampagnen oder Social Media Kampagnen empfiehlt es sich daher, z.B. die Hauptnavigation oder nicht benötigte Links auf andere Seiten der eigenen Website auszublenden.

Klare Handlungsaufforderungen
Sagen Sie dem Seitenbesucher was er tun soll! Klingt hart, funktioniert aber. Bei Onlineshops ist noch relativ klar dass es hier darum geht, ein Produkt in den Warenkorb zu legen. Wenn ein Unternehmen aber auf der Website seine Leistungen vorstellt ist die gewünschte Handlung (z.B. eine Kontaktaufnahme für ein Erstgespräch) oft sehr viel unklarer definiert. Sie können die Seitenbesucher ruhig darauf hinweisen, nähere Informationen oder ein unverbindliches Angebot anzufordern. Bsp.: “Fordern Sie hier ein unverbindliches Angebit an”.

Call-to-Action-Buttons geschickt platzieren
Eine Call-to-Action wäre z.B. eine Anfrage über ein Kontaktformular. Das Formular wird auf der Seite aber meist unten eingebunden, bei einer längeren Seite ist daher das Formular nicht im Blickfeld wenn er die Seite aufruf oder nach unten scrollt. Sie sollten daher immer wieder im Text oder zwischen den einzelnen Inhaltselementen Buttons platzieren, die den Nutzer direkt nach unten zum Formular bringen.

Die Landingpage an die Zielgruppe anpassen
Wenn Sie mit einem Produkt unterschiedliche Zielgruppen ansprechen ist die Anpassung der Landingpage an die verschiedenen Zielgruppen sinnvoll. Personen im Alter von 20 Jahren möchten anders angesprochen werden als Personen im Alter von 60 Jahren, Familien anders als alleinstehende Personen, Frauen anders als Männer. Hierfür kann man Texte, Bilder oder das Design (maßvoll) anpassen, oft genügt aber schon ein anderes Titelbild um eine andere Zielgruppe bessern zu erreichen.

Die Landingpage an das Produkt anpassen
Auch das wird häufig falsch gemacht: die Landingpage muss an das Produkt angepasst sein. Manche Produkte kauft man intuitiv, bei manchen zählen rein die Fakten. Dementsprechend muss die Landingpage gestaltet werden: plakative Bilder oder Text mit Fakten.

Fazit

Mit Onlinemarketing kann man zielgerichtet Personen im Internet ansprechen und Traffic sehr günstig auf die eigene Website leiten. Genauso wichtig – aber oft übersehen – ist es, die Website so zu optimieren, dass die Seitenbesucher dann auch die gewünschten Handlungen (Conversion) tätigen. Der Fachbegriff dafür ist Conversion Optimierung, mit einfachen Tricks kann man hier selbst mehr rausholen. Bei umfangreicheren Projekten oder wenn man selbst zu wenig Zeit dafür hat ist aber anzuraten, eine Onlinemarketing-Agentur damit zu beauftragen.