Ein Fehler der häufig gemacht wird: es werden kurzfristig Maßnahmen im Bereich Onlinemarketing umgesetzt und dann sofort (!) Ergebnisse erwartet. Diese treten aber nicht ein, dann ist man der Meinung dass Onlinemarketing “nichts bringt” und stell dieses wieder ein. Das ist aber falsch – warum erklären wir im Beitrag.

Viele Firmeninhaber und Entscheider übertragen Erfahrungen und Erwartungen aus dem klassischen Offlinemarketing in die Onlinewelt. Im klassischen Marketing läuft es ja oft so ab: man bucht eine Werbung in einer Tageszeitung, zahlt dafür einmalig € 5000,-, in den darauffolgenden Tagen bekommt man dann das Feedback der Leser bzw. die Anfragen der potentiellen Kunden.

Übertragen auf Onlinemarketing bedeutet das, dass zum Beispiel für wenige Tage eine Google Ads- oder Facebook-Werbekampagne geschaltet wird (deren Kosten deutlich geringer als für die Zeitungsanzeige ausfallen), wenn dann aber nach wenigen Tagen sich kaum oder nur wenige Leute melden wird diese Kampagne wieder deaktiviert. Dann ist man der Meinung dass Onlinemarketing ja doch eh nichts bringt…

Nur: Onlinemarketing ist kein Sprint sondern ein Marathon! Ein großer Vorteil von Onlinemarketing ist es, dass man die passenden Zielgruppen für die Werbung sehr gut und effektiv selektieren kann. Anstatt wie bei einer Tageszeitung die Werbeanzeigen allen 800.000 Menschen in einer Region zu zeigen wählt man bei Onlinekampagnen die Zielgruppe anhand von Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Kaufabsicht, Interessen usw. aus. Von den ursprünglich 800.000 Menschen bleiben dann vielleicht nur 15.000 übrig, diese interessieren sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit für das beworbene Produkt. Die Werbeanzeige ist also wesentlich effektiver als in der Tageszeitung.

Um allerdings die Werbeanzeigen dementsprechend effektiv auszuspielen muss gemessen werden. Denn das ist gerade der Vorteil im Onlinemarketing: man kann (fast) alles messen. Welche Werbeanzeigen kommen gut an, welche weniger? Welche Werbeanzeigen führen zu Anfragen oder Verkäufen? Welche Zielgruppen führen zu mehr Verkäufen? Alles das lässt sich analysieren.
Auch die Werbenetzwerke (Facebook, Google etc.) selbst messen und optimieren die Ausspielung der Werbeanzeigen, auch das dauert Zeit. Bei Google Ads beispielsweise ist die Faustregel dass eine Kampagne 14 Tage laufen muss damit der Algorithmus die Ausspielung perfekt optimieren kann. Ähnlich ist es bei Facebook.

Und auch wenn man selbst anhand der gemessenen Daten die Kampagnen optimiert benötigt man Zeit. Daher ist es auch klar dass man keinesfalls einmalig € 5000,- für eine Kampagne, die nur einige Tage läuft, in die Hand nehmen sollte. Viel besser ist es am Anfang eher weniger zu investieren, nach und nach zu optimieren und die Kampagne länger laufen zu lassen.

Übrigens gilt das auch für Suchmaschinenoptimierung: auch hier sind keine kurzfristigen Ergebnisse möglich. Bis sich die Ergebnisse bei der Suchmaschinenoptimierung einer Website einstellen dauert es in der Regel mindestens 6 Monate, und selbst dann muss man unbedingt noch weiter optimieren. Das muss den Entscheidern und Auftraggebern bei einer Suchmaschinenoptimierung von vornherein klar sein. Wird eine Suchmaschinenoptimierung nach 2 Monaten beendet “weil sie nichts bringt” dann waren die bis dahin angefallenen Kosten zum Fenster rausgeschmissenes Geld. Wenn man eine Suchmaschinenoptimierung macht muss bei Projektstart klar sein, dass man sie mindestens 6-12 Monate durchzieht.